ÜBERSICHTSKARTEN
Der Arbeitskreis präsentiert die Karten zur Maximalen Verfügbarkeit sowie zur Tatsächlichen Nutzung der laufenden Breitbanderhebungen.

DATENERHEBUNG
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Breitbandinternet im ländlichen Raum

Der Breitband-Boom hat sich in Deutschland im Jahr 2008 mit ca. 4 Mio. neu geschalteten Breitbandanschlüssen fortgesetzt. Insgesamt belief sich die Zahl der Breitbandanschlüsse am Ende des Jahres 2008 auf rund 24 Mio. Bei einer Haushaltsanzahl von ca. 39,3 Mio. verfügen damit ca. 60 % der Haushalte in Deutschland über eine Basisinfrastrukturversorgung zur Nutzung von modernen Sprach-, Daten- und (eingeschränkten) Videodiensten. Ca. 93 % aller Breitbandanschlüsse entfielen auf die xDSL-Technologie, die damit in Deutschland weiterhin die mit großem Abstand vorherrschende Anschlusstechnologie ist.

Bezogen auf Bevölkerungskennzahlen bedeutet dies, dass ca. 70 % der Bevölkerung (Sachsen 65,1 %) regelmäßig das Internet nutzen. Hiervon verfügen ca. 68 % über einen breitbandigen Anschluss (61,5 % xDSL, 4,7 % Kabelanschluss und ca. 1,7 % mobiler Zugang). Ca. 23,5 % der Bevölkerung wählen sich über ISDN bzw. einen analogen Anschluss ins Internet ein.

Für den ländlichen Raum sind insbesondere zwei Aspekte im Rahmen der Breitbandversorgung als problematisch anzusehen:

1. Nichtverfügbarkeit: Aufgrund von technischen Reichweitenproblemen und bei heutigem Ausbaustand können nur 96 % aller Haushalte mit einem xDSL-Anschluss versorgt werden. Die Bundesregierung hat sich deshalb als ehrgeiziges Ziel gesetzt, dass bis Ende 2010 die Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen und flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein sollen.

2. Geringe Breitbandperformance: Die maximale Datenübertragungsrate ist bei der xDSL-Technologie abhängig von der Entfernung der zentralen DSLAM-Technik zum Hausanschluss. Bei Entfernungen von mehr als 4 km sinkt die maximal zur Verfügung gestellte Bandbreite erheblich ab, so dass entweder gar keine Breitbandanschlüsse oder nur Anschlüsse unter 1 Mbit/s geschalten werden können (sog. DSL-light Anschlüsse mit 384 oder 768 kBit/s). Diesbezüglich plant die Bundesregierung, dass bis 2014 für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen sollen.

Für den Erzgebirgskreis kommt erschwerend hinzu, dass einige Gemeinden über Hytas-/OPAL-Netze verfügen, die einen klassischen Breitbandanschluss mittels DSL-Technologie nicht ermöglichen.

Unter dem Gesichtspunkt, dass insbesondere in deutschen Großstädten die ersten 100 Mbit/s-Netze gebaut werden, besteht die Herausforderung für das Erzgebirge in Bezug auf die Infrastrukturausstattung des Landkreises im Wettbewerb um Industrieansiedlungen und Einwohner nicht zurück zu fallen.