Zugang über das Stromnetz - PLC

Diese Technologie ist unter dem Namen Powerline Communications (PLC) bekannt und nutzt das Kupfer der Nieder- und Mittelspannungsnetze der Energieunternehmen. Zur Datenübertragung wird das Stromnetz zwischen dem Hausanschluss und den Trafostationen verwendet, an denen der Übergang zu den Weitverkehrsnetzen realisiert wird. Mit der Powerline-Technologie können mit einer Gesamtbandbreite von 8 Mbit/s über eine Reichweite von bis zu 200 m bis zu 150 Teilnehmer versorgt werden. Weiterentwicklungen dieser Technologie sollen unter Verwendung von Glasfaser in der Fernebene mit Gesamtbandbreiten von bis zu 80 Mbit/s bis zu 64 Haushalte versorgen können. Diese Gesamtbandbreiten teilen sich jedoch alle von einer Trafostation oder einer entsprechenden Einrichtung versorgten Anschlüsse. Somit sinkt die Datenrate der Teilnehmer mit der Zahl der Nutzer, die in einem solchen Cluster aktiv sind.

Hinzu kommt, dass die verwendeten Leitungen nicht abgeschirmt sind und es daher durch elektro-magnetische Strahlung zu Störungen durch Interferenzen mit Funkdiensten kommt. Zum einen kann dadurch die Datenübertragung durch andere Elektrogeräte gestört werden, zum anderen können der Empfang von Rundfunk- und Fernsehprogrammen oder Funkanwendungen z.B. von Amateurfunkern, Polizei oder Feuerwehr beeinträchtigt werden. Deshalb existieren in Deutschland vergleichsweise hohe Grenzwerte für die entsprechenden Störstrahlungen. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), jetzt Bundesnetzagentur (BNA), hat selbst festgestellt, dass sich in Deutschland die meisten Unternehmen aufgrund regulatorischer Hemmnisse und ungewisser Rahmenbedingungen für diese Technologie aus dem Geschäft zurückziehen. Daher ist die PLC-Technik aufgrund der sich ergebenden geringen Relevanz als Breitband-Zugangstechnik zu vernachlässigen.